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Vortrag von Rei Shin Bigan Roshi über die Lehre des Buddha von der liebenden Güte
Termin: Freitag, 1.10.2010, 19.00 Uhr
Ort: Weilheim, Seminarraum vhs Obere Stadt 66,
3. Stock
Text: Das Metta-Sutra, die Lehrrede des Buddha von der liebenden Güte:
Der Buddha zeigt uns in diesem Text, wie es uns gelingen kann, wirkliche Nähe zu anderen Menschen und überhaupt zu anderen Lebewesen herzustellen.
Ein Text, der in der heutigen Zeit innerer Zerrissenheit und wachsender Aggressivität in unserer Gesellschaft von großem Wert ist, weil er die Zusammengehörigkeit aller Lebewesen hervorhebt und den großen Wert wirklicher Friedensbemühungen aufzeigt.
Lehrrede von der Güte (Metta-Sutra)
Wem klargeworden ist, daß der Frieden des Geistes das Ziel seines Lebens ist, der bemühe sich um folgende Gesinnung:
Er sei stark, aufrecht und gewissenhaft; freundlich, sanft und ohne Stolz.
Er sei genügsam, leicht befriedigt; nicht viel geschäftig und bedürfnislos.
Die Sinne still, klar der Verstand; sein Verhalten sei nicht dreist und nicht gierig.
Auch nicht im Kleinsten soll er sich vergehen, wofür ihn Verständige tadeln könnten.
Mögen alle Wesen glücklich sein und Frieden finden.
Was es auch an lebenden Wesen gibt: Ob stark oder schwach, ob groß oder klein, ob sichtbar oder unsichtbar, ob fern oder nah, ob einer Geburt zustrebend - mögen sie alle glücklich sein.
Niemand betrüge oder verachte einen Anderen. Aus Ärger oder Übelwollen wünsche man keinem irgendwelches Unglück.
Wie eine Mutter mit ihrem Leben ihr einzig Kind beschützt und behütet, so möge man für alle Wesen und die ganze Welt ein unbegrenzt gütiges Gemüt erwecken: Ohne Haß, ohne Feindschaft ohne Beschränkung nach oben, nach unten und nach allen Seiten.
Im Gehen oder Stehen, im Sitzen oder Liegen entfalte man eifrig diese Gesinnung; dies nennt man Weilen im Heiligen.
Wer sich nicht an Ansichten verliert, Tugend und Einsicht gewinnt, dem Sinnengenuß nicht verhaftet ist, für den gibt es keine Geburt mehr.